Beobachten in
Wiesen 2009
Ein verschlafenes Städtchen im Spessart
22.08.09
In Wiesen einem kleinen verschlafenen Städtchen im Spessart ist der Himmel noch so wie er sein sollte. Die
Luftverschmutzung ist hier minimal und die Luft noch so klar, dass sich selbst horizontnahe Beobachtungen lohnen.
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Milchstraße mit Wolkenschleier
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Andromeda Galxie und Milchstraße
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Da der Himmel in den letzten Tagen viel versprechend aussah und Meteoblue.com für das Wochenende ein Seeing von 5
voraussagte, setzte ich ein Rundschreiben an meine Vereinskollegen ab. Wir verabredeten uns für 20.00 Uhr um gemeinsam
nach Wiesen zu fahren.
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Milchstraße mit NGC7000
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Jupiter mit Mond (Foto P. Kraus)
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Bis wir ankamen war es schon fast dunkel und wir sahen schon die Milchstraße über dem idyllischen Tal schweben. Nach
dem Aufbau war es bereits so dunkel, dass wir den Nordamerikanebel mit bloßem Auge ausmachen konnten. Direkt neben
Deneb im Schwan zeichnete er sich als dunkle Struktur ab. In unmittelbarer Nähe glänzten Atair im Adler und Wega in
der Leier die zusammen mit Deneb das Sommerdreieck bilden.
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Die Pleyaden M45
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Aldebaran im Stier und Stenhaufen NGC 1647
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Der große Waagen stand in dieser Jahreszeit schon tief am Nordhorizont und berührt gegen Morgen fast den Boden.
Cassiopaia und Perseus erstrahlten im schon dunklen Osten in vollem Glanz und gaben selbst feine Strukturen preis.
Die Sternhaufen H und Y sah man mit bloßem Auge so deutlich wie Salzkörner auf einer Herdplatte.
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Kassiopeia, H + Y und Perseus
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Pleyaden mit Schleierwolken
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Der Jupiter dominierte die ganze Nacht hoch am Himmel und gab im C11 so manches Detail preis. Der große rote Fleck im
oberen Wolkenband von Jupiter bewegte sich rasch über den Planeten. Der Neptun stand zwar immer noch in Opposition zur
Sonne war aber nach wie vor als unscheinbares Scheibchen zu sehen. Als Mars und Venus im Morgennebel aufstiegen war die
Luftunruhe bereits zu stark um noch einen klaren Blick zu erhaschen. Umso schöner gleitete die internationale Raumstation
in den frühen Morgenstunden über unsere Köpfe und glänzte genau so hell wie die Venus.
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Nordamerikanebel NGC 7000
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Flammennebel im Orion
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Bevor die Sonne den Himmel zu stark erhellte, konnten wir noch den Orion ins Visier nehmen und den Flammennebel leicht
unterhalb der Gürtelsterne auf unsere Chipkarten bannen. Neben dem Krebsnebel M1, dem Hentelnebel M27 und Ringnebel M57
war dies der schönste und letzte Nebelfleck, den wir in dieser schönen Nacht zu Gesicht bekamen.
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Orion kurz nach Aufgang
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und in der Dämmerung
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Beim Abbau und auf dem Nachhauseweg verzauberte die aufgehende Sonne den Nebel in den Tälern des Spessarts in Zuckerwatte
und bescherte uns einen fast schon romantischen Ausklang dieser schönen Nacht.
Alle Bilder, außer dem Jupiter wurden übrigens mit einer umgebauten Canon EOS 350D und einem Zommobjektiv 18-200 mm auf der AstroTrac Nachführung erstellt.
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