Sonnenfinsternis

Wuhan 2009

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Ein unvergessliches Erlebnis

 

22.07.09

Die Jahrhundertsonnefinsternis in Wuhan / China
Eigentlich hatten wir die SoFi 2009 schon abgeschrieben. Überall hörte man, dass es in dieser Jahreszeit keine guten Wetterprognosen für die ganze Region gäbe. Aber dann las ich die Anzeige in der Interstellarum. Dort wurde von einer Sonnenwahrscheinlichkeit von 67% prognostiziert und eine wunderbare Rundreise mit Sachkundiger Führung angeboten.

 

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Bebo beim Aufbauen Dieter beim Aufbauen

Ich sagte mir, wenn die nicht wissen von was Sie reden, dann weis es keiner. Also machte ich etwas Werbung für die Sache und so kam eine kleine Gruppe aus unseren Reihen für die Reise Zusammen.

Vom ersten Tag an, war uns der Wettergott holt und wir hatten durchgehend klares Wetter. Wir freuten uns direkt wenn mal eine Wolke kam, da es meistens über 30 Grad war.

 

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Die Reiseleitung Hoffen und Bangen

Noch ein Tag vor der SoFi war das Wetter bestens für eine Himmelsbeobachtung geeignet, auch wenn es gegen Abend etwas diesig wurde. Aber am nächsten Morgen sah alles ganz anders aus.

 

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Jetzt geht es gleich los Der 1. Kontakt

Der ganze Himmel war mit dicken Regenwolken verhangen als wir in die Busse stiegen um zu unserem Beobachtungsplatz zu fahren. Unterwegs drückten wir unsere Nasen an der Scheibe platt und hielten Ausschau nach Wolkenlücken am Horizont.

 

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Ein paar minuten später - sah alles schon viel besser aus

In der Nacht hatte es wohl geregnet und auf der Fahrt kamen auch noch ein paar kurze Schauer vom Himmel. Doch auch dem Beobachtungsgelände war es durchgehend trocken und es wurde auch langsam Heller.

 

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Hin und wieder eine dicke Wolke, aber sonst konnte mann jede Phase sehen

Jetzt strömten alle aus den Bussen und sicherten sich einen schönen Platz zum beobachten. Wir blieben in der Nähe der Gebäude, damit wir im Notfall einen Unterstellplatz hatten. Jetzt bauten erst mal alle Ihre Gerätschaften auf. Von der Reiseleitung wurden Hocker und von dem Hotel ein Lunchpaket gestellt. Getränke konnte man wie immer beim Busfahrer kaufen und wer wollte konnte sich von der astronomischen Reiseleitung alles erklären lassen.

 

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Jetzt wurde es langsam dunkel .....

Um 8:15 Uhr Ortszeit hallte es aus den Lautsprechern: "Der erste Kontakt beginnt genau jetzt" Alle blicke richteten sich gegen den Himmel, aber zusehen war nur ein heller Fleck hinter den Wolken.

 

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Kurz vor dem 2. Kontakt Die Perlenschnur (2.Kontakt)

Na super, so hatten wir uns das ja nicht vorgestellt. Aber bis zur Totalität waren es ja noch eine Stunde und 10 Minuten. Da konnte sich ja noch einiges ändern. So kam es dann ja auch, schon ein paar Minuten später wurden die Wolken deutlich dünner und uns gelangen die ersten brauchbaren Fotos.

 

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Totalität und Corona

Die Wolken lockerten sich immer weiter auf und wir hatten wirklich Hoffnung, die Totalität ohne Wolken zu erleben. Überall wurde geknipst was die Kameras hergaben. Um 9:24 Uhr durften wir noch eine wunderbare, wenn auch leicht verhangende Perlenschnur, also den 2. Kontakt erleben. Aber direkt danach gingen die lichter aus! Aber nicht nur weil der Mond die Sonne nun zu 100 % verdeckte, sondern weil sich genau in diesem Moment ein kleine aber kompakte Regenwolke vor das Duo aus Sonne und Mond schob.

 

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Der Diamantring (3.Kontakt) kurz danach - Brillen wieder auf

 

Alle waren sichtlich geschockt, eben war die Welt noch in Ordnung und nun Weltuntergangsstimmung. Aber nun machte es sich bezahlt, dass wir eine Totalität von 5:25 Minuten vor uns hatten. Jeder schaute sich die kleine schwarze Wolke und die Bewegungen am Himmel an und schon nach Sekunden war klar, gleich werden wir wieder was sehen.

 

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Und nun das ganz Rückwerts, aber fast ohne Wolken

 

Wir alle zählten die Sekunden bis die schwarze Sonne endlich zu sehen war. Umso schöner und ergreifender war es, als wir endlich die Corona erblickten. Im Fernglas konnte man die Corona leider nur erahnen, aber auf dem Display der Digitalkameras ließen sich doch einige Details erkennen.

 

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Einfach nur schön Entspannt genießen

 

Gegen 9:29 Uhr dann der 3. Kontakt mit einem wunderschönen Diamantring. Vor lauter Begeisterung vergaßen viele die Sonnenfinsternisbrillen wieder auf zu setzen und mussten von Ihren Kollegen ermahnt werden. Danach war die ganze Anspannung weg und viele kontrollierten Ihre Aufnahmen, oder besuchten die Toiletten.

 

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Jetzt endlich macht sich der orangfilter bezahlt und zeigte tolle, scharfe Bilder

 

Die Erleichterung war groß, immerhin waren die meisten nur aus diesem Grund nach China geflogen und nun hatten Sie das bekommen wofür Sie bezahlt und gebetet hatten. Nach und nach wurde die Wolkendecke immer dünner und die Bilder wurden immer besser.

 

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Der Ganze verlauf der SoFi in 10 Bildern

Um 10:46 Uhr war dann alles vorbei und der Himmel war auch wieder Blau. Gerade so als ob es sich ja nun nicht mehr lohnen würde. Aber wir waren dennoch zufrieden und für den Rest des Tages gab es kein anderes Thema mehr als die faszinierende Schönheit dieser Sonnenfinsternis.

Alle Bilder wurden übrigens mit einer umgebauten Canon EOS 350D und einem Spiegeltele mit 500 mm Brennweite und einem vorgeschalteten Orangefilter zur Kontrastverstärkung gemacht. Die Kamera wurde auf einer AstroTrac Montierung mit Manfrotto Stativ Nachgeführt und per Fernauslöser bedient.

 


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