Hof Buchwald - Nidderau

Mondfinsternis am 07.09.2006

Partielle Mondfinsternis durchs Teleskop

 

Der Vortrag

 

Von Jürgen W. Niehoff

Es klappte wie auf Bestellung, denn als Berthold Schneider von dem Astro-Verein "GUFORC e.V." auf dem Bauernhof Buchwald in Nidderau seinen kleinen Lichtbildervortrag über unser Sonnensystem und einige seiner Besonderheiten, wie der Mondfinsternis, abgeschlossen hatte, riss die bis dahin dichte Bewölkung urplötzlich auf und ließ den Mond in seiner vollen Größe erstrahlen. Und kurz vor 21 Uhr war es dann endlich soweit, worauf nämlich die GUFOC-Vereinsmitglieder und die rund 20 interessierte "Sternengucker" mit ihren Teleskopen und Ferngläsern an diesem Abend gewartet hatten, der Mond trat teilweise in den Schatten der Erde und verfinsterte sich dadurch zu einem Viertel.

 

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Vorbereitung der Teleskope Nichts als Wolken, bis zur Mondfinsternis

 

In seinem Vortrag hatte Berthold Schneider zuvor versucht, den Besuchern die Ausmaße unseres Sonnensystem näher zu bringen und ihnen auch zu erklären, wodurch es zu einer Mondfinsternis überhaupt kommen kann. So verfinstert sich der Mond immer nur dann, wenn er durch den Schatten der Erde wandert. Da dies nicht in jedem Monat passiert, weil schließlich die Erdbahn und die Mondbahn leicht gegeneinander geneigt sind und der Mond deshalb meistens knapp über oder unter dem Erdschatten vorbeizieht, ist dies Ereignisse für die Menschen seit jeher immer etwas Besonderes. Da eine Mondfinsternis im Unterschied zur Sonnenfinsternis von jedem Ort der Nachtseite der Erde aus zu sehen ist und auch überall gleich aussieht, kann sie häufiger beobachtet werden als eine Sonnenfinsternis, obwohl diese in Wirklichkeit häufiger vorkommen.

 

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Die Besucher lauschen dem Vortrag und der Kuchen bleibt stehen

 

In seinen weiteren Ausführungen wies Schneider daraufhin, dass zwischen der totalen und der partiellen Mondfinsternis unterschieden werde. Während bei der totalen Mondfinsternis der Mond vollständig in den Kernschatten der Erde eintritt und sich insgesamt verdunkelt, taucht bei der partiellen Mondfinsternis nur ein Teil des Erdtrabanten in den Kernschatten der Erde, während der Rest weiterhin von der Sonne bestrahlt wird. Eine totale Mondfinsternis dauert in der Regel 115 Minuten, aber auch eine partielle ist länger als eine Stunde zu beobachten.

 

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Nicht alle Lücken waren geschlossen aber die Veranstalter waren dennoch zufrieden

 

Auf den Sternenhimmel deutend, machte Schneider dann klar, dass unser Sonnensystem nur ein winziger Punkt im Milchstraßensystem unserer Galaxis sei und dass auch diese wiederum nur eine von Milliarden anderen Galaxien sei.

 

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Schnappschuss durch einen 4" Refraktor und hier durchs Fernglas

 

Alles, was wir heute über das Sonnensystem wüssten, so der Hobby-Astronom weiter, hätten Naturwissenschaftler in den vergangenen Jahrhunderten erdacht, gemessen und zu einem Bild zusammengefügt. Aber erst seit im Zeitalter der Raumfahrt die Möglichkeit geschaffen wurde, mit Raumsonden zu den Planeten zu fliegen, hätten die, vom Erdboden aus gesehen, punktförmigen Himmelskörper, Gestalt und Farbe erhalten. Seitdem wüssten wir Details über die Beschaffenheit der Atmosphären der Planeten, über die der Planetenkörper, über deren Magnetfelder, über die vielen Monde und über viele andere Eigenschaften der Planeten.

 

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Okularprojektion durch einen 80 mm Refraktor und bearbeitet mit Registax3

 

Als die Wolken dann zum Ende seines Vortrages fast absprachegemäß aufrissen, war es vorbei mit dem Wissensdurst der Besucher. So gleich scharten sich alle um die mitgebrachten Teleskope des Vereins oder aber sie richteten ihre eigenen Ferngläser auf die goldglänzenden Mond. Bis gegen 22 Uhr, also bis zu dem Zeitpunkt, als der Mond langsam wieder aus dem Schatten der Erde heraustrat, harrten die letzten Mondgucker am Rande des Maislabyrinths aus und genossen das Naturschauspiel in vollen Zügen.

 

 


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