23.08.2003 Kultur- und Sporthalle Heldenbergen
1. Astronomietag
NIDDERAU
Vielen dank den fleißigen Helfern und Sponsoren!
Der Tag, als der Mars ganz nahe war!
Seit Jahrtausenden war der Planet Mars unserer Erde nicht so nah wie in diesen Tagen. Auf etwa 55 Millionen
Kilometer herangerückt ist er rotgolden schimmernd in klaren Nächten auch mit bloßem Auge zu sehen.
Doch ein Blick durch ein Teleskop zeigt weitaus mehr. Gelegenheit dazu gab es am Wochenende beim
Astronomietag in der Heldenberger Kultur- und Sporthalle.
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Diskussionen über das gesehene und
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die Mitglieder von GUFORC halfen zu verstehen
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Nach Einbruch der Dunkelheit erspähten etwa 100 astronomisch interessierte Besucher auf dem Feld hinter
der Halle mit leistungsstarken Amateurteleskopen Einzelheiten . In 150-facher Vergrößerung ließen sich
auf der leuchtenden Kugel Schatten und dunkle Flecken erkennen und mit etwas Fantasie als Gräben,
Vulkane, Mare und Sandstürme deuten. "Eine wunderbare Gelegenheit für uns und die Kinder, Astronomie
mal hautnah zu erleben", fand Birgit Frick aus Windecken. Mit ihrer Familie war sie schon Nachmittags
mal in der Halle .
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Die Besucher zeigten interesse an der Technik
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und wollten die SkyLine von Frankfurt sehen
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Veranstalter war der in Nidderau niedergelassene "Verein zur Förderung der Astronomie, Raumfahrt und
Grenzwissenschaften" (GUFORC). Ausgerufen hatten den Astronomietag die "Vereinigung der Sternfreunde e.V.",
die größte astronomische Vereinigung im deutschsprachigen Raum. Filme zur Raumfahrtentwicklung, Vorträge
und persönliche Gespräche informierten die etwa 400 Besucher über neueste Erkenntnisse zum Mars.
"Wir wollen Verständnis für unseren Planeten wecken und das Allgemeinwissen in astronomischen Bereichen
erhöhen", sagt GUFORC-Vorsitzender Berthold Schneider zu den Zielen des 1997 gegründeten Vereins.
Wegen der historisch einmaligen Erdnähe stehe in diesem Jahr der Mars im Blickpunkt.
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Je später der Tag, desto mehr kamen und
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die Aussteller hatten auch was zu bieten
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Am tatsächlichen Tag des Astronomietags richteten sich die Teleskope auf die Sonne und ihre kleinen
schwarzen Sonnenflecken. Höhepunkt der Veranstaltung war nach Sonnenuntergang. Mit einem Vortrag machte
der Hobby-Astronom Appetit auf den nächtlichen unverfälschten Blick auf den Planeten, der wie kein
anderer die menschliche Fantasie beflügelt hat. Seine rötliche Farbe, die an aufflackerndes Feuer
erinnert, assoziierten die Römer mit dem Kriegsgott Mars . 1877 entdeckte der amerikanische Astronom
Asaph Hull zwei winzige Marsmonde, die er passend zum Kriegsgott "Phobos" (Furcht) & "Deimos"
(Schrecken) taufte. Laut Schneiders "gleichen die kleinen Felsklumpen eher Kartoffeln".
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Jede menge Zubehör
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aber auch komplette Geräte
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Der Mars ist der vierte Planet des Sonnensystems, unser äußerer Nachbarplanet und "unserer Erde in
vieler Hinsicht ähnlich", erklärt Schneider. Mit einem Durchmesser von 6779,8 Kilometern ist er zwar
nur halb so groß wie die Erde und hat nur ein Zehntel ihrer Masse. Die Länge eines Marstages und die
Neigung der Rotationsachse weisen jedoch fast dieselben Werte auf wie bei der Erde. "Die Jahreszeiten
des Roten Planeten sind doppelt so lang wie die irdischen", erfuhren die Besucher.
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Selbst die kleinen hatten Ihren Spaß
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und es gab auch echte Raumfahrtexponate
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Nordpolkappe und Südpol mit Wolken aus kristallinem Wasser und Kohlendioxid waren auf Dias sehr gut zu
erkennen. Helle Stellen markieren Sandstürme. "Dunkle, unregelmäßige Flecken hielt man früher für Meere",
erklärte Schneider. Zwar spreche man noch heute von "Maren", doch habe man bis heute noch keine
gesicherten Erkenntnisse, dass es jemals Meere auf dem Mars gegeben hat.
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Teures Hobby sollte versichert sein
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und die Bilder wollen entwickelt werden
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"Das Oberflächen-Eis ist gefrorenes Kohlendioxid und die restliche
Marsobefläche ist mit Eisenoxid überzogen, dass die rötliche Farbe verursacht." Vulkane bis zu einer Höhe
von 27 Kilometer und mit bis zu 600 Kilometer Durchmesser seien über die Jahrmillionen "langsam
ausgebrodelt" und hätten riesige Lavaschichten abgelagert. Zwar war die Oberfläche des roten Planeten in
dieser Nacht für die Teleskop-Gucker eher schemenhaft zu erkennen, doch zeigten sich die meisten beeindruckt: "Das muss man mal gesehen haben!"
Renate Casey
Quelle:fnp
ATTRAKTIONEN:
Vorträge
Dokumentarfilme
Händlerstände
Space Art Ausstellung
Gemeinsame Sonnenbeobachtung
Mars durchs Teleskop
Astroquiz und Malwettbewerb
und vieles mehr...
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Es gab Kaffee und Kuchen
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aber auch was für den Kleiderschrank
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Die SpaceArt Ausstellung war der Hammer
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und der Infostand bis in die Nacht belebt
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PROGRAMM:
13:00 Uhr Eröffnung
14:00 Uhr Kaffee und Kuchen
15:00 Uhr Vortrag Vereinsvorstellung und Einleitung
16:00 Uhr Dokumentarfilm - Astronomie allgemein. (Abgabe
Bilder)
17:30 Uhr Abgabeschluss Malwettbewerb und Preisrätsel
18:00 Uhr Verlesung der Gewinner des Malwettbewerbs
18:15 Uhr Verlosung Fragespiel
19:00 Uhr Vortrag zum Thema Mars
20:00 Uhr Dokumentarfilm - Mars
21:00 Uhr Diskussion und Fragen
21:30 Uhr Beobachtung: Mars und andere Himmelsobjekte
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Vorträge und Filme wechselten sich ab
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und das war beliebter als erwartet
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Auswertung des Malwettbewerbs
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und einer der Favorieten
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Links: Gewinner des Astrorätsels
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und hier eine der Malköniginnen
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PRESSESTIMMEN:
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Hanauer Anzeiger 13.08.03
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Hanauer Anzeiger 25.08.03
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LINKS:
Astronomietag Seite des VDS
Informationen
zum Mars
SPONSOREN:
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