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Bis Januar 1986 war nur sehr wenig über diesen Planeten bekannt. Dies änderte sich jedoch als die Raumsonde Voyager 2 an Uranus vorbeiflog. Seitdem weiß man das er von neun Ringen umgeben ist. Die Ringe sind jeder nur wenige Kilometer breit und von der Erde nicht sichtbar. Sie wurden gefunden, als Uranus einen Stern 8. Größe bedeckte. Die Ringe verursachten leichte Einsenkungen in der beobachteten Helligkeit des Sterns kurz vor und kurz nach der Bedeckung durch die Scheibe des Planeten. Spätere Bedeckungen von Beta (b) Scorpii und Sigma (s) Sagittarii bestätigten die Entdeckung. Das Ringsystem wurde dann von Voyager 2 1986 aufgenommen. Dabei wurden zwei weitere Ringe entdeckt. Insgesamt sind es nun neun Ringe und 17 Monde die den Planeten umkreisen. Zehn kleine Monde wurden von Voyager 2 entdeckt; fünf größere Monde waren bereits bekannt: Miranda, Ariel, Umbriel, Titania und Oberon. Uranus ist einer der vier großen Gasplaneten des Sonnensystems, mit dem vierfachen Durchmesser der Erde und der fünfzehnfachen Masse. Er besteht fast ausschließlich aus Wasserstoff und Helium. Man nimmt allgemein an, daß es einen kleinen, felsigen Kern im Innern des Planeten gibt, der von einem dicken, eisigen Mantel aus gefrorenem Wasser, Methan und Ammoniak umgeben ist. Die äußerste Schicht ist eine Atmosphäre aus Wasserstoff und Helium mit einem kleinen Anteil molekularer Verbindungen. Sogar auf den Voyager-Nahaufnahmen erscheint Uranus weich und nahezu strukturlos, obschon es Anhaltspunkte für eine schwache Bänderung parallel zum Äquator gibt. Eine Besonderheit von Uranus ist seine fast in der Ebene des Sonnensystems liegende Rotationsachse, im Gegensatz zu den nahezu senkrecht stehenden Achsen der anderen Planeten. Claus Münch
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