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Kann ich jedes Teleskop für die Astrofotografie nutzen?
Hier gilt: "Öffnung ist alles"! Meist sind diese Geräte auch nur azimutal montiert, das besagt, das es nur in zwei Achsen beweglich ist. In der Höhe und der Horiznontebene. Sicherlich lassen sich damit auch Bilder machen, nur eben keine langzeitbelichteten. Ein solches Gerät für die Astrofografie einzusetzen ist wenig sinnvoll. Möchte man wirklich gute Ergebnisse erzielen, lohnt es sich mehr Geld als nur etwa 100,-- bis 300,-- DM auszugeben. Kommen längere Belichtungszeiten in Betracht, kann man nur ein größeres Gerät zum Einsatz bringen. Hier sollte auf die Montierung geachtet werden. Eine parallaktische Montierung muss es schon sein. Diese lässt sich in 4 Achsen bewegen, ist parallel zur Erdachse ausgerichtet und eignet sich auch zur Nachrüstung von Nachführmotoren. Diese Geräte haben zwar einen gewissen Einstiegspreis der jedoch noch deutlich unter dem der erwähnten Objektive angesiedelt ist. Ein brauchbares Teleskop dieser Bauart lässt sich schon für knapp 2.000,-- DM erwerben und bietet meist einen Fotodirektanschluß an, an den eine Spiegelreflexkamera mit Hilfe eines T2-Rings befestigt werden kann. Bevor ich die Kamera an das Teleskop montiere, möchte ich die etwas einfachere Methode beschreiben. Bei dieser wird die Kamera mit einem Kamerahalter parallel zum Teleskop an diesem befestigt. Entweder wird die Kamera ober- oder unterhalb bzw. seitlich der Optik angebracht. Dies ist allerdings fast immer bauartbedingt. Wird eine Spiegelreflex auf diese Art am Teleskop befestigt, ist sie ebenfalls parallaktisch montiert und folgt der Beobachtungsrichtung. Da es nur einen geringen Unterschied zu einem Stativ darstellt, sind hier wiederum nur recht kurze Belichtungszeiten möglich, da sonst die Sterne zu Strichspuren werden. Möchte man längere Belichtungszeiten, kommen die erwähnten Nachführmotoren zum Einsatz. Diese führen das Teleskop der scheinbaren Himmelsbewgung nach, sodass die Sterne punktförmig abgebildet werden. Bei preiswerteren Modellen sind diese meist über den Zubehörhandel erhältlich. Bei teureren Geräten werden diese auch schon mitgeliefert, wobei es auch von Hersteller zu Hersteller Unterschiede gibt. Allgemein macht sich die Erdrotation bei Belichtungszeiten ab etwa 5-7 Sekunden bemerkbar und Sterne werden strichförmig. Eine Spiegelreflexkamera direkt mit T2-Ring am Teleskop befestigt wirkt wie ein Teleobjektiv. Hier lassen sich je nach Brennweite des Gerätes gute Bilder erzielen. Besonders bei der Mond- und Sonnenfotografie sind deutliche Details auf der Oberfläche zu erkennen. Werden die Bilder mit einem Kameraadapter durch das Okular, welches die eigentliche Vergrößerung erzeugt, auf die Filmebene projeziert, nutzt man das Vergrösserungspotential des Teleskops aus. Der T2-Ring wird an dem Kameraadapter befestigt und über das Okular gesetzt. Jetzt erreicht die Astrofotografie ihren Höhepunkt, da sehr viele Details bei Sonne, Mond und Planeten sichtbar werden. Auch Nebel und Sternhaufen lassen sich gut abbilden. Die abgebildeten Details sind nun von der Vergrößerung a bhängig. Setzt man ein Teleskop mit 1000mm Brennweite ein, wird diese durch die Brennweite des Okulars geteilt und man erhält den Vergrößerungswert. Brennweite Teleskop = 1000mm / Brennweite Okular = 25mm = 40 X Vergrößert.Ein 25mm Okular bewirkt demnach eine vierzigfache Vergrößerung. Mit dieser Formel kann man für jedes Teleskop und jedes verwendeten Okular die Vergrößerung errechnen. Claus Münch |
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